Aktuell

Scheidungskosten

Bis zur Änderung des Einkommensteuergesetzes im Jahr 2013 waren Scheidungskosten grundsätzlich als außergewöhnliche Belastung abzugsfähig. Diesbezüglich waren aber noch Finanzgerichtsverfahren anhängig. Mit dem Urteil des Bundesfinanzhofes vom 18. Mai 2017 sind Scheidungskosten nun endgültig nicht mehr steuerlich berücksichtigungsfähig.

Außergewöhnliche Belastungen

Bevor sich außergewöhnliche Belastungen wie z.B. Krankheitskosten steuermindernd auswirken, muss von den Kosten eine zumutbare Belastung, welche sich nach Einkommenshöhe, Familienstand und Anzahl der Kinder richtet, abgezogen werden. Aufgrund eines Urteils des Bundesfinanzhofes ist die im Gesetz angegebene einkommensabhängige Staffel nun auch staffelweise anzuwenden. Dies führt in vielen Fällen zu einer verbesserten steuerlichen Abzugsfähigkeit.

Private PKW-Nutzung

Nach einer neueren Entscheidung des Bundesfinanzhofes ist die sogenannte 1%-Regelung für jedes Fahrzeug anzuwenden, wenn ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer mehrere Fahrzeuge überlässt, die dieser auch privat nutzen darf.
Es kommt nicht darauf an, ob und in welchem Umfang der Arbeitnehmer von den Nutzungsmöglichkeiten Gebrauch macht.
Durch die Führung eines ordnungsgemäßen Fahrtenbuches kann erreicht werden, dass eine Besteuerung nur gemäß des tatsächlichen Nutzungsumfanges vorgenommen wird.
Gleiches gilt analog auch für die private Nutzung durch einen Einzelunternehmer oder Gesellschafter einer Personengesellschaft.